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Autor: Morgenstern

Erstellt am: 05.12.2012

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Ein Baum



Geschrieben von:   Morgenstern


Nach all den Jahren wieder hergekommen
Sanft ruht die Krone schweigend im Geäst
Nichts war verloren und auch Nichts gewonnen
Verschwommen spür‘ ich, wie mich Angst verlässt

Es fällt ein Blatt, schon sind es zwei
Doch wo sie eben noch gehangen:
Schmerz, Trauer; wieder schon vorbei
Gefangen nur: irdisch‘ Verlangen

Lass zwanzig Monde, Jahre weichen
Lass Leben sprießen und alleine fallen
Lass Schmerz, Erinnerung verbleichen
Ich bleibe Ich und finde kein Gefallen
(Ich bleibe ich, noch immer am Verfallen)


Der Blick nach innen: Ringe, die schon längst verronnen
Ein Stück Vergang’nes, das man noch belässt
Nach all den Jahren wieder hergekommen
Sanft ruht die Krone schweigend im Geäst